AG für Altertum und Frühmittelalter
Als Ergänzung der vorhandenen Arbeitsgemeinschaften wurde eine
neue Gruppe "Altertum und Frühmittelalter in Westfalen" gegründet
werden. Geplant ist die Aufarbeitung der Ereignisse aus der Zeit
zwischen dem Jahr 100 v.Chr. bis 1000 n. Chr., von den Rhein-Weser-Germanen
bis zu den Alt-Sachsen. Schwerpunkte werden unter anderem die
Auseinandersetzungen mit Römern und Franken sein. Sprachforschung,
Siedlungsgeographie und Religionsgeschichte sind mögliche
Themenfelder. Im Rahmen der neuen AG sind Ausstellungsbesuche,
Vorträge, Besichtigungen von historischen Plätzen und
Veröffentlichungen angedacht. Regelmäßiger Termin ist der zweite
Donnerstag im Monat, 19.30 Uhr im Stadtarchiv, Kavalleriestr. 17,
erstmals am 17. September 2009.
Programm 1. Halbjahr 2013
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10. Januar Abgesagt
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Römische Gründungen und Neues zur Lagertheorie der Varusschlacht
Bild-Vortrag von Städtebauarchitekt Horst Leiermann
- 14. Februar
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Wo war Varus?
Auf der Suche nach den römischen Nachschubwegen
Beamervortrag von Annette Panhorst
- 14. März
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Freunde oder Feinde?
Verträge zwischen Römern und Germanen vor der Varusschlacht
Beamervortrag von Jörg Meyer zu Theenhausen
- 11. April
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Die Römische Armee während der Germanien-Feldzüge
Beamervortrag von Dieter Kuhnert
- 16. Mai
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Merowingische Eroberungsspuren in Westfalen?
Geschichtliches, Archäologisches und Ortsnamen zum Frühmittelalter
Beamervortrag von Jörg Meyer zu Theenhausen
- 13. Juni
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Zu den Ursprüngen der Ravensburg und der Grafenfamilie
Beamervortrag von Carl-Heinz Beune, Borgholzhausen
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Neues zur Varusschlacht
1. Varuslager in Kalkriese?
2. Legionskassen im Winterlager?
3. Wie überzeugte Arminius die Cherusker, dass die haushoch überlegenen Römer vernichtet werden können?
Beamerbericht von Jörg Meyer zu Theenhausen
Alle Veranstaltungen finden im neuen Bielefelder Stadtarchiv
statt:
Kavalleriestr. 17 (Amerikahaus), immer donnerstags um
19:30 Uhr im Veranstaltungssaal SO2, 2. Etage
Kontakt-Adresse: Jörg Meyer zu Theenhausen, Tel. 05201 667539
E-Mail: brief@biohof-mobil.de
Rückschau 17.12.2009
Bewertung möglicher Standorte zum Varuslager
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Hildesheim/Hiddenhausen
Zu den bereits angesprochenen möglichen Standorten kam noch ein
weiterer hinzu: Hildesheim!
Jörg Thomas berichtete über die Hypothese (!) des Geologen
Genreith. Danach wurde Varus auf seinem Rückzug vom Sommerlager in
Hildesheim, wo angeblich römische Spuren gefunden wurden, in der
Gegend von Bad Salzuflen Richtung Nordwesten gelockt. Bei
Hiddenhausen wurde dann angeblich ein großes Marschlager
errichtet, dessen Grundriss sogar in Google-Maps zu erkennen
ist. Obwohl es leider keine frühkaiserzeitlichen Funde aus der
Okkupationszeit gibt, wird es im Frühjahr 2010 einen
Probe-Grabungsshnitt der Bielefelder Archäologen geben. Also
abwarten!
Wenn alles klappt, wird Herr Genreith 18.2. darüber in unserer Ag
berichten.
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Minden/Porta Westfalica
Die meisten Wortmeldungen fielen eindeutig auf ein Sommerlager in Minden/Porta
Westfalica. Ursache ist wohl die bekannte Textstelle bei Cassius Dio und die Aus-
Grabungen im Ortsteil Barkhausen. Außerdem spricht für Minden die günstige Verkehrs-
Lage über Weser, Hellweg und die Landverbindung durch den Bielefelder Pass zur Lippe
und zum Rhein.
Die Verkehrsverbindungen in germanischer Zeit werden bei einem der nächsten Termine
ausführlich zu behandeln sein.
Minden ist auch Favorit der Teilnehmer Herr und Frau Panhorst,
die über Ihre Hypothese sogar ein Buch geschrieben haben:
„Leichenfledderei im Teutoburger Wald“.
Frau Panhorst hat zugesagt, Ihre Forschungsergebnisse in einem
Bildervortrag bei unserem nächsten Termin am Donnerstag, dem
21.1.10, im Stadtarchiv vorzustellen.
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Bad Salzuflen
An zweiter Stelle der Standorte des Sommerlagers wurde Bad
Salzuflen genannt. Hier Trifft sich Wesernähe und Erreichbarkeit von
der Lippe her. Möglicherweise auch die Einbeziehung von Kalkriese als
evtl. Schlachtort.
Auf Platz 3 liegen gemeinsam Hameln und Anreppen:
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Hameln
Wie bei Minden ist hier wohl ausschlaggebend die Textstelle bei
Cassius Dio, aber auch die Verlängerung des Lippe-Wasserweges über
den Hellweg und Paderborn nach Hameln.
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Anreppen
Der Standort Anreppen erschließt sich aus der Tacitus-Stelle zum
Germanicus-Feldzug und Die überlieferten Varus-Aktivitäten, die
ein großes, luxuriöses Standlager erfordern. Außerdem die
günstige Versorgungssicherheit sowie die zentrale Lage in Mitten
der gegen die Römer kriegführenden Stämme. Dadurch kam es zu einer
spannenden Dis- kussion über die neuen Siedlungsgebiete der
Angrivarier im Ravensberger Land, die aufgrund von umfangreichen
archäologischen Auswertungen jetzt nachgewiesen wurden.
Neue kritische archäologische Zeitzuordung der römischen Lager an
der Lippe stellen das Ende von Haltern (bisher 9 n.Chr.), Anreppen
(bisher 6 n.Chr.) und damit auch Kalkriese (9 n.Chr.) in
Frage.
In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass auch der römische Wachturm in Bielefeld
(Sparrenberger Egge) nicht mehr zwingend in die Drusus-Zeit datiert wird, und dass
außerdem ein 2. Wachturm auf dem Brackweder Osninghöhenzug mit Sichtverbindung
nach Süden entdeckt worden sein soll.
Ein gutes Neues Jahr 2010 wünscht Ihnen
Ihr Jörg Meyer zu Theenhausen