Bauernhausmuseum

Das Bielefelder Bauernhausmuseum wurde 1917 – mitten im Ersten Weltkrieg– eröffnet. Der damals an die Dornberger Straße versetzte Bauernhof stammte aus Ummeln. Den Plan für ein solches Museum hatte der Historische Verein bereits 1907 gefasst. Die Stadt bewilligte einen namhaften Zuschuss und stellte das Gelände zur Verfügung. Die Ausstattung des Hofes wurde langsam durch Spenden zusammengetragen.
Das Bauernhausmuseum wurde in der Folgezeit um weitere Gebäude erweitert, darunter eine Bockwindmühle, ein Speicher und ein Backhaus. Das Museum war längst ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt, als das Haupthaus im Mai 1995 vollständig niederbrannte. Nach längerer Diskussion wurde entschieden, ein authentisches Gebäude zum neuen Mittelpunkt des Museums zu machen. So wurde der bereits 1974 in Rödinghausen abgebaute und eingelagerte Mölleringshof nach Bielefeld geholt. Im August 1999 konnte das neue Museum eröffnet werden. Für den Betrieb wurde eine gemeinnützige Trägergesellschaft gegründet, an der neben dem Historischen Verein auch die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) beteiligt ist. Die Stadt Bielefeld unterstützt das Museum mit jährlichen Zuschüssen.
Weitere Informationen:
► https://www.bielefelder-bauernhausmuseum.de
► 31. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg von 1917.
https://www.stadtarchiv-bielefeld.de/Portals/0/PDFs/LgB%20digital/JBHV/31JBHV1917.pdf
► Ravensberger Blätter, Heft 2, Dezember 1997
https://www.stadtarchiv-bielefeld.de/Portals/0/PDFs/LgB%20digital/RB/RAvBll_1997_2.pdf
► Johannes Altenberend und Lutz Volmer (Hg.): Das Bielefelder Bauernhausmuseum 1917–2017. Ein Ort für die ländliche Geschichte, Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2017 (20. Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg), ISBN: 978-3-7395-1120-7, Preis: 24,00 EUR, im Buchhandel erhältlich.

